Warum ist das Meer blau? Warum haben Windräder drei Flügel? Warum laufen Wellen
parallel zum Strand ein?
Warum werden Stechmücken erst abends aktiv? Warum verlieren Socken ihren Partner? Warum hält sich der
Knutschfleck?
Der Strandkorb ist eine Oase der Ruhe. Man klappt die Rückwand nach hinten, fährt die Fußstützen aus,
macht es sich in der sturmfreien Bude bequem, liest, schläft, döst, Gedanken kommen und gehen, manchmal hebt die
Phantasie zu abenteuerlichen Denkspiralen an. Abgeschirmt von Wind und Wetter und von seinen Mitmenschen,
ist in dem kleinen Reihenhäuschen nur die unablässige
Stimme des Meeres zu hören. Der Blick geht nicht nach rechts und nicht nach links. Im Strandkorb nimmt man nur einen
kleinen, rechteckigen Ausschnitt der Wirklichkeit wahr. Man schaut in die Tiefe, auf einen offenen Horizont hinaus.
Abgeschottet von vielen Problemen des Alltags, dürfen auch Forscherinnen und Forscher ihren Blick auf einen kleinen
Ausschnitt der Wirklichkeit lenken. Oft behalten sie, auf Entdeckungen hoffend, die einmal gewählte Perspektive über
Jahre bei. Ihre voneinander separierten Institute und Fachbereiche sind Oasen der Ruhe und Inspiration. In dem einen
Häuschen eine Spezialistin für Tauch- und Überdruckmedizin, dort lässt ein Windradingenieur seine Ideen kreisen,
nebenan, schatzsuchend, eine Koryphäe für Perlaustern. Sie alle sind Experten in einem kleinen Wissensbereich
und genau wie unsereins Laien, sobald sie einen ihrer Nachbarn besuchen.
Das zunehmende Bewusstsein dafür, an den Stränden der Forschung nur eine kleine Kenntnisparzelle zu
überblicken, hat die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offener gemacht. Von ihrem einstigen
Überlegenheitsgefühl ist nicht viel geblieben. Die meisten von ihnen reagieren aufgeschlossen und
freuen sich sogar, wenn jemand auf sie zukommt und sich nach ihrem Interessensgebiet erkundigt.
Sie antworten mit Begeisterung und Liebe zum Detail auf Fragen, bei denen unsereins ins Schwitzen kommt.
Als Wissenschaftspublizist profitiere ich in besonderer Weise davon. In den vergangenen Jahren
habe ich Hunderte Strandkörbe einen nach dem anderen abgeklappert. Immer wieder nehme ich erstaunt zur Kenntnis,
womit sich all die Experten - manchmal auch ganz nebenbei - auseinandersetzen. Die wöchentliche Kolumne "Aha"
auf den Wissenschaftsseiten des "Tagesspiegel" lebt von der Vielfalt ihrer Fach- und Spezialgebiete.
Warum ist der Einstieg ins Wasser am Bauch so kalt? Warum kann man schneller segeln als der Wind?
Warum spuckt der Taucher in die Brille? Warum sammeln sich Flusen im Bauchnabel?
Warum haben wir zwei Nasenlöcher?
Pressestimmen
"Kurzweilig, überraschend und anregend." (Naturwissenschaftliche Rundschau)
"Viele der unterhaltsam geschriebenen Kurztexte verblüffen in doppelter Hinsicht: vordergründig
durch die wissenschaftliche Erklärung, für die de Padova Wissenschaftler in ihren "Strandkörben" - den Elfenbeintürmen
der Forschung zugehörige Sommerresidenzen - aufgesucht hat. Genauso überraschen die Parallelen, die der Autor zieht."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"Wissenschaftlich fundierte und lesenswerte Antworten" (Die Welt)
"Für den kleinen Wissenhunger zwischendurch, verspricht der Klappentext. Stimmt genau!" (Deutschlandfunk)